Ber­lin­fahrt der Q11

Eine Mischung aus geschicht­li­chen Aus­flü­gen, poli­ti­schen Vor­trä­gen und span­nen­den Frei­zeit­an­ge­bo­ten – die Abschluss­fahrt der Q11 nach Ber­lin ist für uns alle eine gelun­ge­ne Abrun­dung des dies­jäh­ri­gen Schul­jah­res.
Mit der Ankunft im Hotel am Sonn­tag, den 14. Juli, begann für 65 Schüler/innen sowie vier Lehr­kräf­te nach einer 10 Stun­den lan­gen Bus­fahrt der Auf­ent­halt in unse­rer Haupt­stadt.
Den Mor­gen des ers­ten vol­len Tages in Ber­lin began­nen wir nach einem umfang­rei­chen Früh­stück mit einer Füh­rung durch das ehe­ma­li­ge DDR Gefäng­nis „Hohen­schön­hau­sen”, in dem wir nicht nur die Räum­lich­kei­ten besich­tigt, son­dern auch ein Gefühl für die dama­li­ge Zeit bekom­men haben. Zeit­zeu­gen berich­te­ten sehr anschau­lich, dass es, wenn man in den Fän­gen der Sta­si war, kein Ent­rin­nen gab, weder für die Ver­haf­te­ten noch für ihre Fami­li­en und Freun­de. Im Anschluss begann der Stadt­rund­gang zu den für Ber­lin typi­schen Sehens­wür­dig­kei­ten (Sie­ges­säu­le, Bran­den­bur­ger Tor, Neue Wache), an denen je ein/e Schüler/in einen kur­zen, aber kurz­wei­li­gen Vor­trag hielt.
Die­sen Abend – sowie auch die kom­men­den – hat­ten wir zur frei­en Ver­fü­gung und haben dies genutzt, um Essen zu gehen oder ver­schie­de­ne Abend­an­ge­bo­te, wie zum Bei­spiel den Escape-Room oder Poe­try Slam, wahr­zu­neh­men.
Am zwei­ten Tag setz­ten wir den am Vor­tag begon­ne­nen Stadt­rund­gang am Breit­scheid­platz fort. Am Ku‘damm hat­ten wir dann die Mög­lich­keit, im bekann­ten und geschichts­träch­ti­gen KaDeWe zu shop­pen.
Am Nach­mit­tag besuch­ten wir die Gedenk­stät­te Ber­nau­er Stra­ße und erar­bei­te­ten in ver­schie­de­nen Work­shops authen­ti­sche Bio­gra­fi­en von Mau­er­op­fern.
Am Mitt­woch wid­me­ten wir uns dem poli­ti­schen Aspekt der Fahrt und so waren wir bei einem Vor­trag im Aus­wär­ti­gen Amt, bei dem wir alles über die Auf­ga­ben und Funk­tio­nen die­ses Amtes erfuh­ren. Anschlie­ßend konn­ten wir uns sie­ben Muse­en (Check­point Char­lie, Natur­kun­de­mu­se­um, …) für eines ent­schei­den, um den per­sön­li­chen Inter­es­sen nach­zu­ge­hen und mehr über ein bestimm­tes Thema/Ereignis zu erfah­ren. Abends konn­ten wir wahl­wei­se den Bun­des­rat oder das DDR-Muse­um besu­chen. Im Bun­des­rat spiel­ten wir nach einer kur­zen Über­sicht über die Auf­ga­ben und Funk­tio­nen des Rates ein poli­ti­sches Plan­spiel, bei dem zwei Schüler/innen zusam­men ein Bun­des­land reprä­sen­tier­ten und über das Erlas­sen des Geset­zes „Wäh­len ab 16” dis­ku­tier­ten und abstimm­ten. Das DDR Muse­um war inter­ak­tiv geprägt und da man unab­hän­gig von einer Muse­ums­füh­rung war, konn­te man sich also so viel Zeit neh­men, wie man woll­te.
Den letz­ten gan­zen Tag der Fahrt ver­brach­ten wir in Pots­dam, wo wir mor­gens Schloss Ceci­li­en­hof besich­tig­ten, den geschichts­träch­ti­gen Ort der Pots­da­mer Kon­fe­renz. Nach einem Stadt­bum­mel durch Pots­dam besich­ti­gen wir das Schloss „Sans­sou­ci” und den wun­der­schö­nen Schloss­gar­ten. Nach die­sem letz­ten offi­zi­el­len Pro­gramm­punkt der Abschluss­fahrt hat­ten wir Zeit noch­mals nach Ber­lin zu fah­ren und am Wett­be­werb „Wer schickt Herrn Gie­pen das exo­tischs­te Bild vom Abend­essen?“ teil­zu­neh­men. Man­che beein­druck­ten dabei mit Selbst­ge­koch­tem aus der Gäs­te­kü­che des Hotels.
Mit dem Anbruch des Abrei­se­ta­ges, dem 19. Juli, waren wir zwar trau­rig dar­über, dass die Zeit schon vor­bei ist, freu­ten uns aber selbst­ver­ständ­lich auch wie­der auf unser – im Ver­gleich zu Ber­lin – klei­nes Lin­dau.
Eini­ge der Pro­gramm­punk­te waren sicher­lich für vie­le von uns per­sön­li­che High­lights, sodass wir die­se Fahrt wirk­lich genie­ßen konn­ten.
Im Namen der gesam­ten Stu­fe Q11 bedan­ken wir uns bei den beglei­ten­den Lehr­kräf­ten Frau Schnei­der, Frau Haas, Herrn Gie­pen und Herrn Wie­den­mann, die ein span­nen­des und abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm für uns zusam­men­ge­stellt haben, uns bis­wei­len Frei­hei­ten für die Frei­zeit­ge­stal­tung ermög­lich­ten und mit ihrer locke­ren, aber ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Art sicher­lich einen Groß­teil zu der posi­ti­ven Atmo­sphä­re und der gelun­ge­nen Fahrt bei­getra­gen haben.

Maren Fink, Q11

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