Eine kleine Exkursion im Rahmen des W‑Seminars Wasser – ein Konfliktstoff im Fach Geographie führte uns zu einer der Hochwasserschutzmaßnahmen in Lindau. Die Oberreitnauer Ach wurde 2017 im Bereich der Spitalmühle reguliert, so dass Überschwemmungen flussabwärts beherrschbarer werden. Dazu gehört ein Rückhaltebecken – in diesem Fall eine natürliche Fläche mit einem Volumen von über 55 m³ – hinter einem Sperrenbauwerk, das den Abfluss über Durchlässe steuert. Zusätzlich wurde ein über 9m hoher und 5m breiter Damm auf einer Länge von 138m errichtet.
In der Gesamtbetrachtung spielen neben einem beachtlichen Bauwerk in der Natur und einem Eingriff in das bisherige ökologische Gleichgewicht sicherlich auch die Kosten eine Rolle. Von den 1,65 Mio. € übernahm der Freistaat Bayern 75%, die restlichen 25% die Stadt Lindau. Im Gegenzug ist Lindau im Bereich der Oberreitnauer Ach, die weiter flussabwärts auch noch vom Klosterweiherbach und dem Motzacher Tobelbach gespeist wird, besser gegen Hochwasser und Erosion im Fluss geschützt!
Angela Vögeli

Quelle: BayernAtlas (atlas.bayern.de)

