Das BoGy kann auch Triathlon

Dunk­le Wol­ken hän­gen über Lust­en­au, als die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des P‑Seminars Tri­ath­lon der 11. Jahr­gangs­stu­fe am letz­ten Sams­tag der Pfingst­fe­ri­en gespannt auf den Start war­ten. Vor ihnen liegt eine Her­aus­for­de­rung, auf die sie mona­te­lang hin­ge­ar­bei­tet haben: das Lusch­nouar Ironmännli.

500 Meter Schwim­men, 17,5 Kilo­me­ter Rad­fah­ren und 4,8 Kilo­me­ter Lau­fen – eine anspruchs­vol­le Her­aus­for­de­rung, ins­be­son­de­re für das Tri-Team BoGy, das erst­mals an einem Tri­ath­lon teil­nimmt. Gleich­zei­tig tref­fen sie auf star­ke Kon­kur­renz aus der Schweiz, Liech­ten­stein, Deutsch­land und Öster­reich, von denen vie­le den Aus­dau­er­sport bereits seit Jah­ren betreiben.

Die Anspan­nung steigt, als die ers­ten Teil­neh­mer im Ein­zel­start ins Was­ser geschickt wer­den. Anders als bei einem Mas­sen­start kämpft hier jeder zunächst allein gegen die Uhr und gegen die eige­nen Zwei­fel. Doch die Vor­freu­de über­wiegt. Schließ­lich haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler das gesam­te Schul­jahr auf die­sen Moment hingearbeitet.

Nach dem Sprung ins Was­ser und kräf­te­zeh­ren­den 500 Metern im Frei­bad Lust­en­au geht es in die Wech­sel­zo­ne. Hier wird schnell klar, war­um der Wech­sel im Tri­ath­lon oft als „vier­te Dis­zi­plin“ bezeich­net wird. Jeder Hand­griff muss sit­zen: raus aus dem Was­ser, Helm auf, Schu­he an, Rad schnap­pen und wei­ter. Sekun­den ent­schei­den zwar nicht über Sieg oder Nie­der­la­ge, doch Kon­zen­tra­ti­on und Rou­ti­ne sind gefragt.

Auf dem Renn­rad kämp­fen sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer Run­de um Run­de über die Stre­cke. Inzwi­schen hat sich die Son­ne ihren Weg durch die Wol­ken gebahnt und sorgt zusätz­lich für schweiß­trei­ben­de Bedin­gun­gen. Ent­lang der Stre­cke feu­ern Eltern, Freun­de und Zuschau­er die Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten an.

Nach dem zwei­ten Wech­sel beginnt die letz­te und für vie­le die här­tes­te Dis­zi­plin des Tages: das Lau­fen. Die Bei­ne wer­den schwer, die Kräf­te schwin­den, doch das Ziel rückt mit jedem Schritt näher. Als schließ­lich die letz­te Run­de erreicht ist, wächst die Gewiss­heit: Es ist geschafft. Einer nach dem ande­ren über­quert die Ziel­li­nie – erschöpft, aber überglücklich.

Dass ein Tri­ath­lon kein Spa­zier­gang ist, wur­de im Lau­fe des Tages deut­lich. Die Stre­cke for­der­te ihren Tri­but von unse­ren Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten – in Form von Schweiß, Trä­nen, Blut und dem einen oder ande­ren rebel­lie­ren­den Magen. Im Ziel sind alle Stra­pa­zen jedoch schnell ver­ges­sen und es zählt nur noch das gemein­sa­me Erfolgs­er­leb­nis und die Freu­de über die gemeis­ter­te Herausforderung.

Nach Mona­ten der Vor­be­rei­tung ist die Freu­de über das Erreich­te groß. Denn hin­ter dem Erfolg steckt viel Arbeit: regel­mä­ßi­ge Schwimm­ein­hei­ten, Rad­aus­fahr­ten und gemein­sa­me Lauf­ein­hei­ten, die teil­wei­se früh­mor­gens vor Schul­be­ginn statt­fan­den – bei Dun­kel­heit, Käl­te und nicht immer bes­ter Moti­va­ti­on. Gera­de die­se Trai­nings­ein­hei­ten haben die Grup­pe zusam­men­ge­schweißt und die Grund­la­ge für den erfolg­rei­chen Wett­kampf­tag geschaffen.

Das Tri-Team BoGy konn­te her­vor­ra­gen­de Ergeb­nis­se erzie­len: Zwei ers­te Plät­ze, ein zwei­ter Platz und drei drit­te Plät­ze in den jewei­li­gen Alters­klas­sen spre­chen für die star­ke Leis­tung des Teams. Doch viel wich­ti­ger als die sport­li­chen Erfol­ge war für alle Betei­lig­ten das Gemein­schafts­ge­fühl. Die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung wäh­rend der Vor­be­rei­tung, das gemein­sa­me Mit­fie­bern am Wett­kampf­tag und die Freu­de über jede ein­zel­ne Ziel­an­kunft mach­ten den Iron­männ­li zu einem beson­de­ren Erleb­nis. Der Team­geist inner­halb der Grup­pe war es, der die­sen Tag geprägt hat und der allen noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird.

So wur­de der Tag zu einem Erfolg für das BoGy und eini­ge haben bereits ange­kün­digt, auch im kom­men­den Jahr wie­der als „Tri-Team BoGy“ beim Iron­männ­li in Lust­en­au an den Start gehen zu wollen.

Abschlie­ßend bedan­ken sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer herz­lich bei ihren Unter­stüt­zern und Spon­so­ren. Die WWK mit Alex­an­der Rieg unter­stütz­te das Team mit Trai­nings­klei­dung im BoGy-Design, die GWG stell­te Tri­ath­lo­n­an­zü­ge zur Ver­fü­gung. Dar­über hin­aus stand Jus­tus Popp, erfah­re­ner Tri­ath­let und Ironman-Hawaii-Finisher, dem Team mit Rat und Tat sowie einem maß­ge­schnei­der­ten Trai­nings­plan zur Sei­te. Ohne die­se Unter­stüt­zung wäre das Pro­jekt in die­ser Pro­fes­sio­na­li­tät nicht mög­lich gewesen.

Für das BoGy am Start waren:

Jugend W        Lau­ra Wirth                 1:13:24            AK1

                           Ron­ja Schön­herr       1:14:01            AK2

                           Pau­la Kie­witt               1:20:16           AK3

Junio­ren W     Ramo­na Gietl             1:12:44             AK4

                           Elea Schü­le                 1:16:43            AK5

40–44 W           Anne Brock­mann      1:07:29             AK3

Jugend M         Carl Czer­wen­ka         1:01:26             AK4

                           Lud­wig Gol­la               1:10:03           AK6

                           Felix Krü­gers DSQ

Junio­ren M      Chris­ti­an Köpf            1:02:54            AK1

                           Nathan Dzi­ura­wi­ec   1:04:06            AK3

                           Felix Roth                     1:04:55           AK4

                           Till Pud­lo                      1:09:59           AK7

 

Elea Schü­le und Anne Brockmann