Schülerinnen und Schüler des P‑Seminars Englisch veröffentlichen Willkommensbroschüre für Internationale Fachkräfte
Dass wir einen großen Mangel an Fachkräften haben, ist weithin bekannt. Große Städte verfügen bereits über Websites und andere Infrastruktur, die die Anwerbung internationaler Fachkräfte erleichtern (z. B. „Make it in Munich“) – ein klarer Standortvorteil.
Nun haben die Schülerinnen und Schüler des P‑Seminars Englisch des Bodensee-Gymnasiums ebenfalls eine solche Orientierungshilfe geschaffen. Das ganze Schuljahr arbeiteten sie an einer Willkommensbroschüre für internationale Fachkräfte in Lindau. Sie recherchierten, schrieben viele E‑Mails und führten Interviews mit internationalen Fachkräften, die bereits in Lindau leben.
Am 24. Juni war es dann so weit: Die sechs Schülerinnen und ein Schüler präsentierten ihr umfangreiches Werk (76 Seiten!) in den friedensräumen einem interessierten Publikum, bestehend aus Ehrengästen (Frau Dr. Lorenz-Meyer in Vertretung für den Landrat, Frau Bürgermeisterin Dorfmüller in Vertretung für die Stadt und Herrn Nold für die Schulleitung) sowie Vertreterinnen und Vertretern kooperierender Einrichtungen und Behörden (Asklepios Klinik Lindau, Integrationsbeirat, Ausländerbehörde, Agentur für Arbeit, bfz).
Mit einer musikalischen Einstimmung von Davis Ntambazi, ugandischer Geiger und aktuell Auszubildender in der Region, begann der Abend. Anschließend begrüßte Frau Mohr (friedens räume) die Gäste. In ihren wertschätzenden Grußworten hoben Frau Mohr, Frau Dr. Lorenz-Meyer, Frau Bürgermeisterin Dorfmüller und Herr Nold die Bedeutung und Reichweite eines solchen Projekts hervor und würdigten das gesellschaftspolitische Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Frau Halyna Yanyshivska, Projektmanagerin, Jobcoach, Mitglied des Integrationsbeirats und selbst internationale Fachkraft, die seit 2022 in Lindau lebt, war Interviewpartnerin einer Schülerin. Sie dankte den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und die Broschüre, die sie sich selbst für ihren Anfang in Lindau gewünscht hätte. Diese werde, so Yanyshivska, internationalen Fachkräften den Einstieg in die Stadt erleichtern und ihnen das Gefühl geben, hier willkommen zu sein.
Die Schülerinnen und Schüler wuchsen in diesem Schuljahr über sich hinaus.
Sehr souverän präsentierten sie ihre Ergebnisse und wurden dafür mit kräftigem Applaus belohnt. Bei Getränken und selbst gebackenen Snacks nutzten die Gäste anschließend die Gelegenheit zum Austausch und ließen den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen.
Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projektes. Herzlichen Dank auch an die friedens räumen für die Möglichkeit, es dort vorzustellen.
Stephanie Schaidt



