SchiLF in Latein: „Pom­pe­ji – Bestands­auf­nah­me 2020“

Als Refe­ren­tin zu Gast im Rah­men der Fach­sit­zung Latein war Frau Rena­te Mar­koff, bis vor einem Jahr Refe­ren­tin für Alte Spra­chen an der Aka­de­mie in Dil­lin­gen, mit einer gro­ßen Pas­si­on für die Archäo­lo­gie. Als Teilnehmer/innen ver­stärk­ten die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen des VHG und des Gym­na­si­ums Lin­den­berg die Fach­schaft des Bodensee-Gymnasiums.

Mit gro­ßer Lei­den­schaft ver­stand es Frau Mar­koff, ihre Zuhö­rer für die neu­es­ten Aus­gra­bun­gen bzw. Neu-/Wiedereröffnungen in Pom­pe­ji zu begeis­tern. So wur­de bei­spiels­wei­se eines der größ­ten Anwe­sen in Pom­pe­ji, die „Pra­edia di Giu­lia Feli­ce“, den Besu­chern wie­der zugäng­lich gemacht: eine „vil­la urba­na“ mit rie­si­gem Gar­ten, geschmückt mit einem „Euri­pus“, einem läng­li­chen Was­ser­be­cken, einem luxu­riö­sen Som­mer­tri­cli­ni­um und einer ein­zig­ar­ti­gen Por­ti­cus mit in Mar­mor gear­bei­te­ten Pilas­ter­säu­len. Die hoch­wer­ti­gen Fres­ken der Wohn­räu­me, die Bäder, die nach dem Erd­be­ben des Jah­res 62 auch der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wur­den, zeu­gen von einem luxu­riö­sen Lebens­stil. Die letz­te Besit­ze­rin Iulia Felix, eine „star­ke Frau“, ver­mie­te­te als raf­fi­nier­te Unter­neh­me­rin sogar Räu­me ihres Anwe­sens, um der nach dem Erd­be­ben 62 v. Chr. ent­stan­de­nen Raum­not erfolg­reich zu begeg­nen. Ihr der­zeit in einer beacht­li­chen Aus­stel­lung in Pom­pe­ji „Venus­tas” prä­sen­tier­ter Schmuck zeigt ihren erle­se­nen Geschmack und Reich­tum.

Frau Mar­koff wies zudem über­zeu­gend nach, dass der Vesuvaus­bruch nach neu­en Erkennt­nis­sen sich erst im Okto­ber und nicht wie bis­her ange­nom­men im August ereig­ne­te; sie stell­te immer wie­der Bezü­ge zum Unter­richt her, nicht zuletzt mit der Mietan­non­ce der Gui­lia Feli­ce. Her­vor­ra­gen­de Fres­ken wie Leda mit dem Schwan in der bis­her kaum ergra­be­nen Regio V oder Apoll und die Musen im Trik­li­ni­um von More­gi­ne zogen die Zuhö­rer in ihren Bann.

Wir dan­ken Frau Mar­koff dafür, dass sie uns Lateinlehrer/innen an ihren detail­lier­ten und pro­fun­den Kennt­nis­sen auf so anschau­li­che Wei­se hat teil­ha­ben las­sen.

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