Alpi­ne Sicher­heit und Alpen­pfle­ge 2026

Alpi­ne Sicher­heit und Alpen­pfle­ge 2026 – Ler­nen, anpa­cken und Gemein­schaft erle­ben 

Drei Tage fern­ab des Schul­all­tags ver­brach­ten 30 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 10. Jahr­gangs­stu­fe des Bodensee-Gymnasiums gemein­sam mit ihren Lehr­kräf­ten Frau Röß­ler, Herrn Hum­mel, Herrn Fari­an und Herrn Rei­sin­ger auf der Lin­dau­er Hüt­te im Mon­ta­fon. Das bewähr­te Pro­jekt „Alpi­ne Sicher­heit und Alpen­pfle­ge“ ver­bin­det seit Jah­ren Natur­er­leb­nis, prak­ti­schen Umwelt­schutz und wich­ti­ge Kennt­nis­se für siche­re Auf­ent­hal­te im Gebir­ge. Neben den Arbeits­ein­sät­zen auf der Alpe Spo­ra und Wan­de­run­gen stan­den vom 20.–22.07.2026 auch Ein­hei­ten zur alpi­nen Sicher­heit und zu Ers­ter Hil­fe auf dem „Stun­den­plan”.  Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler lern­ten dabei Grund­la­gen der Tou­ren­pla­nung, beschäf­tig­ten sich mit Wet­ter­kun­de und Ori­en­tie­rung im Gelän­de und übten Maß­nah­men der Ers­ten Hil­fe – sowohl für all­täg­li­che Not­fäl­le als auch für Situa­tio­nen am Berg. Auch das rich­ti­ge Ver­hal­ten im alpi­nen Gelän­de wur­de the­ma­ti­siert. So konn­ten Theo­rie und Pra­xis unmit­tel­bar mit­ein­an­der ver­knüpft wer­den. Beson­ders erfreu­lich war in die­sem Jahr das gro­ße Inter­es­se an der anspruchs­vol­len Wan­de­rung zum Dru­sen­tor auf 2.341 Metern Höhe. Da alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler die­ses Ziel errei­chen woll­ten, wur­de die Grup­pe auf­ge­teilt: Wäh­rend eine Grup­pe die Wan­de­rung unter­nahm, unter­stütz­te die ande­re die Arbei­ten auf der Alpe Spo­ra. Im Anschluss wur­den die Auf­ga­ben getauscht, sodass alle Teil­neh­men­den sowohl die Berg­tour als auch die Arbeits­ein­sät­ze erle­ben konn­ten.  Auf der Alpe Spo­ra stan­den ver­schie­de­ne Pfle­ge­maß­nah­men zum Erhalt der tra­di­tio­nel­len Kul­tur­land­schaft auf dem Pro­gramm. So ent­fern­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler den Wei­ßen Ger­mer von den Wei­de­flä­chen. Die­se für das Vieh gif­ti­ge Pflan­ze brei­tet sich auf Alm­wie­sen aus und beein­träch­tigt die Wei­de­wirt­schaft. Außer­dem wur­de beim soge­nann­ten „Schwen­den“ mit­ge­hol­fen: Nach­wach­sen­de Fich­ten wur­den zurück­ge­schnit­ten, um wert­vol­le Wei­de­flä­chen dau­er­haft offen zu hal­ten. Ein wei­te­rer Arbeits­ein­satz galt einem Bach­lauf ober­halb der Alpe. Durch das Frei­räu­men des Bach­betts kann das Was­ser nun wie­der bes­ser und geziel­ter in den klei­nen See an der Alpe flie­ßen. 

Neben den Arbeits- und Lern­pha­sen blieb auch Zeit für das gemein­schaft­li­che Mit­ein­an­der auf der Lin­dau­er Hüt­te. Die beein­dru­cken­de Berg­ku­lis­se, gemein­sa­me Aben­de und zahl­rei­che Gesprä­che mach­ten die drei Tage für alle Betei­lig­ten zu einem beson­de­ren Erleb­nis. 

 Unter­stützt wur­de das Pro­jekt erneut von der Alp­ge­nos­sen­schaft Spo­ra, der Gemein­de Tschag­guns sowie dem Unter­neh­men Vau­de aus Tett­nang über die Albrecht-von-Dewitz-Stiftung. Ein beson­de­rer Dank gilt der Gemein­de Tschag­guns, die das Pro­jekt seit vie­len Jah­ren sowohl logis­tisch als auch finan­zi­ell beglei­tet. Die För­de­rung durch die Albrecht-von-Dewitz-Stiftung mach­te es zudem mög­lich, alle teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit per­sön­li­chen Erste-Hilfe-Sets für zukünf­ti­ge Tou­ren und Unter­neh­mun­gen in den Ber­gen aus­zu­stat­ten.   Auch in die­sem Jahr zeig­te sich damit erneut,  „Alpi­ne Sicher­heit und Alpen­pfle­ge“ ist weit mehr als ein Schul­aus­flug: Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler kehr­ten nicht nur mit vie­len Ein­drü­cken aus der Berg­welt zurück, son­dern auch mit dem Bewusst­sein, dass der Erhalt der alpi­nen Kul­tur­land­schaft und ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit der Natur kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit sind, son­dern akti­ves Enga­ge­ment erfor­dern. 

Andrea Röß­ler

  

 

Vorheriger Beitrag
Tagung der Schü­ler­zei­tungs­re­dak­teu­rin­nen und ‑redak­teu­re in Augsburg
Ähn­li­che Beiträge