Am 14.04.2026 durfte die Religionsklasse von Frau Haas das Lindauer Hospiz Brög zum Engel besuchen, um das Unterrichtsthema „Recht auf Leben und Menschenwürde“ anschaulich zu vertiefen. Zuvor hatten wir uns über mehrere Unterrichtsstunden hinweg über die allgemeine Hospizarbeit informiert und uns dabei die Frage gestellt, warum eigentlich Menschen oftmals lieber ins Hospiz gehen als ins Krankenhaus.
Der womöglich häufigste Grund für Schwerstkranke, in ein Hospiz zu gehen, ist die angenehme Atmosphäre. Bereits beim ersten Betreten waren wir alle sehr überrascht von der Ruhe, die dieses alte Haus ausstrahlt. Aber auch der Neubau, welcher im selben Stil gehalten ist, besitzt eine warme und heimelige Ausstrahlung.
In einer kurzen Informationsrunde im Stuhlkreis erfuhren wir von Pfleger und Koordinator Arthur Prasch und der Einsatzleiterin für ambulante Fälle Evi Stohr viel über die Historie des Hauses Brög zum Engel, das von der Hospizgruppe „Besucherdienst für Kranke und Sterbende e.V.“ im Januar 1996 angemietet werden konnte. Dieser Verein wurde bereits 1986 von den sozial engagierten Damen Maja Dornier und Christa Popper gegründet und ist damit seither einer der ersten eingetragenen Hospizverbände in ganz Deutschland. Damit konnten die Ziele, einsamen Patienten Kraft zu geben und diese auf ihrem letzten Weg zu begleiten sowie deren Angehörigen die nötige Unterstützung zukommen zu lassen, endlich erfüllt werden. Wir erfuhren auch, dass man nicht nur für seinen letzten Weg in eine solche Einrichtung einzieht, sondern auch nur vorübergehend im Hospiz leben und wohnen kann, um die Angehörigen mit der (eventuellen) Pflege zu entlasten. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen durch das Haus geführt, wobei uns Herr Prasch und Frau Stohr alles zeigten und unsere Fragen beantworteten.
Fast jeder aus unserer Klasse kam bereits in seinem Leben in Kontakt mit Situationen, in denen die Hospizarbeit gerade erst beginnt. Auch ich selbst habe bereits geliebte Menschen verloren, denen auch in eben diesem Haus Brög eine schöne letzte Zeit auf Erden bereitet werden konnte, wofür ich den Ehrenamtlichen und allen Menschen, die ihre Zeit für diese wichtige Arbeit einsetzen, sehr dankbar bin.
Wir sind alle sehr froh, diesen Besuch gemacht haben zu dürfen.
Im Namen meiner Klasse möchte auch ich nochmals meinen herzlichen Dank an Herrn Prasch und Frau Stohr aussprechen, die uns ihr Wissen und ihre Arbeit so gut vermittelt haben. Auch bei unserer Lehrerin, Frau Haas, möchten wir uns bedanken, dass sie uns diese Exkursion ermöglicht hat.
Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass es wichtig ist, schwachen oder kranken Mitmenschen zu helfen, wie es der Grundgedanke der Hospizarbeit ist, und sie in schwierigen Zeiten nicht allein zu lassen.
Christian Rösler, 10b


